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Die NABU-Naturschutzstation Niederrhein sorgt in dem von der EU und dem Land NRW geförderten Projekt "Fluss- und Auenoptimierung Emmericher Ward" dafür, dass Rhein und Aue wieder stärker miteinander verbunden werden. Dazu wird ein Rhein-Seitenarm angelegt. Außerdem entsteht in der Emmericher Ward erstmals wieder ein größerer zusammenhängender Auenwald. Mehr zum Projekt:

www.life-rhein-emmerich.de


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Details

Right

Emmericher Ward

Lebensräume Flüsse, Seen, Feuchtgrünland
Pflanzenarten Seekanne, Fluss-Greiskraut, Wiesensalbei, Sumpf-Wolfsmilch, Zierliche Kammschmiele
Tierarten Kammmolch, Asiatische Keiljungfer, Flussufer-Wolfsspinne, Schwarzkehlchen, Flussregenpfeifer, Rotschenkel, Teichrohrsänger, Blaukehlchen, Knäkente, Wachtelkönig, Schwarzmilan, Biber
Blaugrüne Mosaikjungfer Blaugrüne Mosaikjungfer © Jonas Linke

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Das Naturschutzgebiet Emmericher Ward ist ein überregional bedeutsames Auengebiet und Bestandteil des Internationalen Feuchtgebietes und EU-Vogelschutzgebietes Unterer Niederrhein. Schon seit den 1970er Jahren engagierte sich der Naturschutzbund Deutschland (NABU) für die Unterschutzstellung dieses herausragenden Gebietes. 1985 wurden die gut 310 Hektar Auengrünland mit Altrheinresten und relativ naturnahem Rheinufer als Naturschutzgebiet (NSG) ausgewiesen. Hauptziele sind der Erhalt des artenreichen Komplexes aus Stillgewässern, Verlandungszonen, extensivem Grünland und Kiesbänken am Rheinufer als Brut- und Nahrungsbiotope seltener und gefährdeter Wat- und Wasservögel und als Äsungsplätze überwinternder Wildgänse sowie die Entwicklung von Auenwald.

Besondere Bedeutung kommt weiterhin den Mager- und Trockenrasen-Standorten am Hochufer des Rheins mit Vorkommen gefährdeter Pflanzenarten und –gesellschaften sowie einem landesweit bedeutsamen Vorkommen von Stechimmen wie Sandwespen, Solitärbienen zu. Seit dem Frühjahr 2012 ist der Biber mit regelmäßig frischen Fraßspuren am Rhein im Gebiet präsent. In den Vorjahren waren bereits sehr vereinzelt Fraßspuren aufgetaucht aber keine regelmäßige Aktivität zu beobachten. Es wurden nahezu ausschließlich Weiden nahe der Wasserlinie bzw. dem wasserseitigen Gehölzrand bearbeitet. Offenbar hat sich der Biber im Gebiet etabliert. Biberbaue wurden jedoch noch nicht gefunden. 

Die Emmericher Ward gehört zu artenreichsten Libellengebieten am Unteren Niederrhein. Im deutschen Teil der grenzüberschreitenden Region De Gelderse Poort ist es sogar das bedeutsamste Gebiet für Libellen. Insgesamt 38 verschiedene Arten konnten bislang nachgewiesen werden, für ein von Hochwassern des Rheins geprägtes Auengebiet ein überaus hoher Wert. Hervorzuheben sind die Beobachtungen am Niederrhein seltener Arten wie der Keilflecklibelle und dem Frühen Schilfjäger. Der Zeitraum zwischen 2008–2012 war aufgrund von geringen Wasserständen und dem Austrocknen vieler Gewässer eine vergleichsweise schlechte Periode für die Libellen. Diese leben als Larven den Großteil ihres Lebens im Wasser und schlüpfen nach 2-3jähriger Entwicklungsphase. Wenn in dieser Zeit Gewässer komplett austrocknen, überleben die Larven nur sehr selten. Nach dem Schlupf fliegen die farbenprächtigen Edelsteine dann nur wenige Monate, pflanzen sich fort und die weiblichen Tiere legen Eier in die Gewässer. 2012 wurden deutlich weniger Arten erfasst - an den meisten Gewässern wurden teilweise deutliche Abnahmen der Artenzahlen festgestellt. So waren die Gewässer vom Vorkommen häufiger Arten wie der Großen Pechlibelle, dem Großen Blaupfeil, dem Vierfleck oder der Federlibelle geprägt. An wenigen Gewässern kommen auch seltenere Arten wie die Kleine Pechlibelle, die Winterlibelle, die Glänzende Binsenjungfer und die Südliche Binsenjungfer vor. Am Rheinufer gibt es die Gemeine Keiljungfer und auch die seltene Asiatische Keiljungfer, beide sind typisch für Flüsse.

Durch die häufige Austrocknung der Gewässer in den letzten Jahren fehlen zunehmend kleinere, besonnte Gewässer mit flachen Ufern und Unterwasserpflanzen. Die Entwicklung der Libellen dokumentiert in der Emmericher Ward leider den Verlust vieler Lebensräume der Flussauen und einer Dynamik, wie sie früher am Rhein alltäglich war.

Kontakt

NABU-Naturschutzstation Niederrhein e.V.
Im Hammereisen 27 E
47559 Kranenburg
02826-9187600
www.nabu-naturschutzstation.de
info@nabu-naturschutzstation.de

NABU-Naturschutzstation Niederrhein e.V.

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Emmericher Ward

Gebiete in der Nähe

Seerosen © S. Hardersen

Kolke und Kopfbäume in extensiver Weidelandschaft mit Hecken kennzeichnen das Gebiet. Mit dem Zweistrom durchzieht auch [...]

Kolke und Kopfbäume in extensiver Weidelandschaft mit Hecken kennzeichnen das Gebiet. Mit dem Zweistrom durchzieht auch ein Fließgewässer das Naturschutzgebiet.

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Die Dornicksche Ward befindet sich auf der rechtsrheinisch im Deichvorland süd-östlich von Emmerich. Typische Auenbereiche mit frischen Wiesen, Auwaldrelikten und natürliche Stillgewässer prägen diese beschauliche Landschaft. Der überregionale Rhein-Radweg lässt sich bequem nutzen, um die Landschaft zu erfassen, denn was auf den ersten Blick vielleicht nur nach Stadt - Grünland – Fluss aussieht, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als ausgesprochen wertvolles Areal für seltene Tier- und Pflanzenarten.

Kalflack

7.7 km
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Weites Land und grüne Wiesen erwarten den Besucher des Naturschutzgebietes Deichvorland bei Grieth. Wer sich Zeit nimmt, kann in dieser auf den ersten Blick eher eintönigen Landschaft einige Raritäten entdecken. Besonders hervorzuheben ist die Rheinmündung der Kalflack südlich von Emmerich mit wertvollen Bruthabitaten zahlreicher, gefährdeter Vogelarten. Die extensiv bewirtschafteten Wiesen beherbergen seltene Wiesenvögel und tausende arktischer Wildgänse suchen das Gebiet von Januar bis März als Äsungsplatz auf.

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Als Düffel wird das linksrheinische Niederungsgebiet zwischen Kleve und Nijmegen bezeichnet. Sie ist Teilgebiet des Vogelschutzgebietes Unterer Niederrhein. Das Naturschutzgebiet Düffel, Kellener Altrhein und Flussmarschen liegt vorwiegend im Landschaftsraum Düffel, der sich beiderseits der Bundesgrenze erstreckt. Es umfasst grenzüberschreitend eine Fläche von über 10.000 Hektar. Der deutsche Teil des Naturraums Düffel umfasst etwa 6.000 Hektar, wovon 3.800 Hektar geschützt sind.