Besucherzentrum

Anfahrt

Mit der Märkischen Verkehrsgesellschaft

Apricke und Felsenmeer Hauptzugang:

Bürgerbus Hemer 2 – Richtung Hemer, ZOB

jeweils noch ein paar Minuten Fußweg

 

Felsenmeer Nebenzugang:

Stadtbus 2 – Richtung Landhausen Sander / Richtung Hemer, Brockhausen/Apricke

Stadtbus 3 – Richtung Hemer, Woeste-Gymn. / Richtung Hemer, Hüingsen

Stadtbus 13 – Richtung Hemer, ZOB

Haltestellen: "Sundwig Meise" (Linien 2, 13, 3, ALF 3)

und "Auf dem Hoeborn" (Linien 2, 13)

 

Apricke Nebenzugang:

Stadtbus 2 – Richtung Landhausen Sander / Richtung Hemer ZOB,

Haltestellen: "Apricke" (Linie 2) und "Heetfeld" (Linie 2)

noch ein paar Minuten Fußweg

Fahrrad fahren

Fahrradverleih

Sauerland Tourismus e.V.
Johannes-Hummel-Weg 1
57392 Schmallenberg
02974-202190
www.sauerland.com

Wandern

Vom Naturschutzzentrum Märkischer Kreis e.V. werden geführte Wanderungen über den ganzjährig geöffneten ehemaligen Truppenübungsplatz angeboten und auch Schulklassen können das "Grüne Klassenzimmer" nutzen, welches vom Sauerlandpark Hemer angeboten wird. Wer das Gebiet jedoch lieber auf eigene Faust erkunden möchte, kann dies zum Beispiel über vorhandene Rundwege, welche teilweise noch aus alten Panzerstraßen bestehen und direkt an den interessanten Weidetieren vorbeiführen, tun. Hierbei helfen sechs im Gebiet verteilte Tafeln, die sich an den Aussichtspunkten befinden und über die Weidetiere, aber auch über die Geschichte des Platzes informieren.

 

www.hemer.de/sauerlandpark

www.hiz-hemer.de

Übernachten

Gästehaus Sassenscheidt
Sundwiger Weg 27
58675 Hemer
02372-61729
www.gaestehaus-sassenscheidt.de
Gaestehaus-Sassenscheidt@t-online.de

Kultur / Touristik

Kultur

Luisenhütte
Wocklum 10
58802 Balve-Wocklum
02375-3134 oder 02352-9667034
www.balve.de
d.starke@maerkischer-kreis.de

Touristik

Sauerland Tourismus e.V.
Johannes-Hummel-Weg 1
57392 Schmallenberg
02974-202190
www.sauerland.com

Zusätzliche Infos

Das Felsenmeer gehört zu den 70 bedeutendsten Geotopen in Deutschland.

 

Der Obstsortengarten Hemer zeigt 180 verschiedene Sorten mit erläuternden Schautafeln.

 

Apricke wird ganzjährig mit Heckrindern und Dülmener Pferden beweidet.


Besuchenswert ist auch die Heinrichshöhle und das Höhlen- und Karstkundliches Informationszentrum Hemer (HIZ)
Felsenmeerstraße 7
58675 Hemer
www.hiz-hemer.de

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Details

Right

Felsenmeer und ehemaliger Standortübungsplatz Apricke

Lebensräume Buchenwald, Kalkhalbtrockenrasen, Schluchtwald, Kalkmagerrasen, Borstgrasrasen, Magergrünland
Pflanzenarten Dornige Hauhechel, Englischer Ginster, Bienenragwurz, Zittergras, Heil-Ziest, Tauben-Skabiose, Dreizahn, Stengellose Kratzdistel
Tierarten Feldlerche, Neuntöter, Kolkrabe, Flussregenpfeifer, Schwalbenschwanz, Langfühler Dornschrecke, Heckrinder
Sechsfleck-Widderchen Sechsfleck-Widderchen © Naturschutzzentrum Märkischer Kreis e.V.

Zur Fotostrecke

Das Naturschutzgebiet Felsenmeer und der ehemalige Standortübungsplatz Apricke befinden sich in unmittelbarer Nähe der Stadt Hemer und bilden einen Anziehungspunkt für die Bevölkerung. 

An der heutigen Stelle des Felsenmeeres befand sich vor rund 400 Mio. Jahren noch ein Korallenriff. Durch den Rückgang des Meeres entwickelte sich aus den Korallen ein Gesteinszug aus Kalkstein, welcher sich vom Hochsauerland bis ins Bergische Land erstreckt.

Im Gebiet wurde schon ab dem neunten Jahrhundert Eisenerz abgebaut, was den Nordwesten und Südosten des Gebietes zu dem ältesten Abbaugebiet von Eisengestein in Westfalen macht. Es besteht aus turmartig übereinander geschichteten Kalkblöcken, welche zahlreiche Höhlen und mehr als zehn Meter tiefe Einstürze beherbergen. Dieses Erscheinungsbild ist auf die frühere Nutzung des Bergbaus zurückzuführen. Heute ist es von Buchenhochwald bedeckt, der einen circa 150 bis 250 Jahre alten Baumbestand mit einem hohen Totholzanteil aufweist. 

Es ist ganzjährig begehbar und an den Eingängen weisen Informationstafeln auf Besonderheiten des Felsenmeeres hin. Da das Gebiet mit ca. 80.000 Besuchern pro Jahr ein Anziehungspunkt der Region ist, wurden Wege im Zuge eines Besucherlenkungskonzeptes (Landesgartenschau 2010) neu entwickelt und umgesetzt. Durch den "Panoramaweg Felsenmeer" kann der Besucher die beeindruckenden Bereiche und Aussichtspunkte erleben, mit Hilfe des neuen Aussichtssteges können die Felsen aus unmittelbarer Nähe betrachtet werden.

Auch die nahegelegene Heinrichshöhle, eine Tropfsteinhöhle, welche nach dem Entdecker Heinrich von der Becke benannt wurde, ist einen Besuch wert. Im angrenzenden Höhlen- und Karstkundliches Informationszentrum Hemer (HIZ) werden Höhlenführungen und auch eine Felsenmeerführung angeboten.

Der ehemalige Standortübungsplatz Apricke wurde 2007 von der Stadt Hemer und der NRW-Stiftung erworben. Gemeinsam verfolgen sie seither in Verbindung mit dem Naturschutzzentrum Märkischer Kreis e.V. das Ziel, das ehemalige Landschaftsbild zu erhalten bzw. wiederherzustellen und das Gebiet sowohl für den Naturschutz als auch für die Naherholung zu optimieren. So wurde im Gebiet auch der Obstsortengarten Hemer angelegt. Über 170 hochstämmige Obstbäume (Apfel, Birne, Kirsche, Zwetschge) unterschiedlichster Sorten wurden zum dauerhaften Erhalt dort angepflanzt und ein Rundweg mit verschiedenen attraktiven Infotafeln eingerichtet.

Während der militärischen Nutzung (1940 bis Anfang des 21. Jahrhunderts) wurde das Grünland des Übungsplatzes von Schafen beweidet, eine mineralische Düngung erfolgte nicht. Durch diese extensive Beweidung entstanden auf den kalkreichen Böden blütenreiche Magerweiden, an felsigen Standorten die seltenen Kalkmagerrasen und auf den sauren Böden im Nordosten des Gebietes entwickelten sich Heideflächen und kleinflächig Borstgrasrasen. Aufgrund der aufgegebenen militärischen und nachlassenden landwirtschaftlichen Nutzung verbuschten die Magerrasen zunehmend, vor allem am im Osten gelegenen Hoppenberg mit seinen Kalkmagerrasen siedelten sich wieder Schlehen, Zitterpappeln, Birken und andere Pioniergehölze an. 

Heute wird das Gebiet durch eine extensive Beweidung mit Heckrindern, Dülmener Pferden, einer Schafherde und Ziegen wieder offengehalten und die alte Weidelandschaft bleibt erhalten. Da die Tiere jeweils verschiedene Vorlieben für Futterpflanzen haben, ergänzen sie sich prächtig und bieten dadurch seltenen Pflanzen und Tieren wieder die Möglichkeit, sich auf den Magerwiesen anzusiedeln. So hat sich beispielsweise 2010 wieder ein Flussregenpfeiferpärchen in dem Gebiet niedergelassen.

Ca. 60 ha des Gebietes sind eingezäunt und werden ganzjährig mit Heckrindern und Dülmenern beweidet. Heckrinder sind eine "Rückzüchtung" der Auerochsen von den Brüdern Heinz und Lutz Heck. Die beiden Zoodirektoren begannen in den 1920er Jahren mit dieser "Rückzüchtung" und erhielten mit den Heckrindern anspruchslose und robuste Tiere, welche die ökologische Nische gut einnehmen.

Auch die Dülmener Pferde haben Ähnlichkeit mit den ausgestorbenen europäischen Wildpferden und dem Waldtarpan und sind Nachkommen der Dülmener Wildpferde aus dem Merfelder Bruch bei Dülmen. Diese stark gefährdete Kleinpferderasse zeichnet sich durch einen ausgeglichenen Charakter aus.

Kontakt

Naturschutzzentrum Märkischer Kreis e.V.
Grebbecker Weg 3
58509 Lüdenscheid
02351-4324240
naturschutzzentrum-mk.de
info@naturschutzzentrum-mk.de

Naturschutzzentrum Märkischer Kreis e.V.

Nachbarn

Gebiete in der Nähe

Schwarzstorch © Dennis Wolter

Im nördlichen Sauerland zwischen Menden-Lendringsen im Westen und den Arnsberger Stadtteilen Neheim und Hüsten im Osten [...]

Im nördlichen Sauerland zwischen Menden-Lendringsen im Westen und den Arnsberger Stadtteilen Neheim und Hüsten im Osten liegt ein weitgehend unzerschnittenes Waldgebiet, der Luerwald. Die Quellen des mit ihm verbundenen grünlandgeprägten Bieberbachtales mit der einzigen Uferschwalbenkolonie in weitem Umkreis reichen weit nach Süden in Richtung Balve und des Tals der Hönne. Der Luerwald Gebiet ist von einem mannigfaltigen Gewässernetz durchzogen, welches die naturnahen Buchen- und Eichenmischwäldern begleitet. 

Eindrucksvolle Landschaft © Biologische Station Hagen

Das Natura-2000-Gebiet befindet sich im Hagener Tälerkessel des Niedersauerlandes. Hierbei handelt es sich um einen der [...]

Das Natura-2000-Gebiet befindet sich im Hagener Tälerkessel des Niedersauerlandes. Hierbei handelt es sich um einen der interessantesten Naturräume Hagens, der Massenkalkzone. Die Terrassenflächen gehen selten über 150 m über NN, das Massenkalkplateau erreicht am Mastberg eine Höhe von 247 m über NN. Die Landschaft wird von ausgedehnten, zum Teil naturnahen Buchenwäldern bestimmt.

Auf dem Stilleking © Naturschutzzentrum Märkischer Kreis e.V.

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Als Lüdenscheider Mulde bezeichnen Kartographen die Landschaft rund um Lüdenscheid. Kennzeichnend ist der überwiegend kleinräumige und zumeist schroffe Wechsel von Berg und Tal. Vorwiegend Nadelwald und Grünland bestimmen dabei die Szenerie. Der am Südrand der Kreisstadt Lüdenscheid gelegene Stilleking bildet davon eine freundliche Ausnahme. Dort ist die Landschaft und der Horizont sanft und weit zumindest für südsauerländische Proportionen. Das Gebiet wird geprägt durch hügeliges nähstoffarmes Weidegrünland, welches eng verzahnt ist mit parkartig eingestreuten Laubwäldern. Mehrere kleine naturnahe Bäche beleben die Landschaft. Sie werden von Feuchtwiesen und feuchten Wäldern begleitet. Im Frühherbst blüht auf den bodenarmen steinreichen Hängen das Heidekraut. Einige Felsköpfe treten an die Oberfläche und zeugen von weit zurückliegender Erdgeschichte. Das Gebiet umfasst eine Größe von etwa zwei Quadratkilometern. 

Möhnesee

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Möhnetalsperre © Liz Möhnesee

Die Möhnetalsperre liegt im Übergangsbereich zwischen der offenen westfälischen Bucht und dem waldreichen Sauerland am [...]

Die Möhnetalsperre liegt im Übergangsbereich zwischen der offenen westfälischen Bucht und dem waldreichen Sauerland am Rande des Arnsberger Waldes. Sie hat internationale Bedeutung für durchziehende und überwinternde Wasservögel und ist ein ausgewiesenes Vogelschutzgebiet. Mit einer Fläche von 1057 Hektar bestimmt die Wasserfläche der Talsperre den überwiegenden Teil des Natura-2000-Gebietes.

Ebbemoore

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Bachlauf im Ebbegebirge © Naturschutzzentrum Märkischer Kreis e.V.

Das FFH-Gebiet Ebbemoore mit dem angrenzenden Listertal liegt im Südsauerländer Bergland. Das Ebbe(gebirge) ist ein [...]

Das FFH-Gebiet Ebbemoore mit dem angrenzenden Listertal liegt im Südsauerländer Bergland. Das Ebbe(gebirge) ist ein nahezu gänzlich bewaldeter und fast unbesiedelter Höhenzug zwischen Meinerzhagen im Westen und Attendorn im Osten. Das Stadtgebiet von Herscheid bildet den Nordrand und im Süden reichen die Erhebungen des Ebbe bis nahe an die Listertalsperre heran. Den höchsten Punkt bildet die Nordhelle mit 663 m über NN mit dem "Wahrzeichen" des Gebietes dem Robert-Kolb-Turm.