Besucherzentrum

Besucherzentrum

Moorhus Besucherzentrum
Frotheimer Straße 57a
32312 Lübbecke
05741-2409505
www.moorhus.eu
info@moorhus.eu

Die Öffnungszeiten variieren je nach Saison. Bitte informieren Sie sich auf der Internetseite des Moorhus:

1.  April bis 30. September:

Mi. bis Sa. 14 bis 18 Uhr

Sonn- und Feiertags 11 bis 18 Uhr

1.  Oktober bis 31. März:

Mi. bis Sa.: 14 bis 17 Uhr

Sonn- und Feiertags 11 bis 17 Uhr

Mo und Di Ruhetag (außer an Feiertagen)

24.12. bis 06.01. geschlossen




Hauptzugang

Moorhus
Renkhauser Allee 1
32312 Lübbecke

Anfahrt

Die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist nicht möglich. 

Essen & Trinken

Dorfkrug Kaiser
Neue Schulstraße 10
32339 Espelkamp
05743-93260
www.kaiser-dorfkrug.de
info@kaiser-dorfkrug.de

Übernachten

Bauernhofpension Karl-Heinz Möller
Stellerieger Straße 24
32339 Espelkamp
05743-8522
www.pension-moellerhof.de
info@pension-moellerhof.de

Kultur / Touristik

Kultur

Königsmühle Eilhausen
www.muehlenverein-minden-luebbecke.de

Touristik

Gastgeberverzeichnis, Ausflugsziele und mehr
www.luebbecke.de

Zurück

Details

Right

Großes Torfmoor, Altes Moor

Lebensräume Hochmoor
Pflanzenarten Torfmoos, Sonnentau, Heide, Sumpf-Calla
Tierarten Bruchwasserläufer, Rohrweihe, Wachtelkönig, Kampfläufer, Eisvogel, Graugans, Trauerseeschwalbe, Tüpfelsumpfhuhn
Wollgras im Moor Wollgras im Moor © Frank Grawe

Zur Fotostrecke

Dem Besucher eröffnen sich, wenn er von Süden her über den zentralen Damm dem seit Jahren bestehenden Aussichtsturm zustrebt, in westlicher Richtung große Freiwasserflächen, die bis in das verbliebene Hochmoorgebiet hineinreichen. Die weite Wasserlandschaft konnte sich erst entwickeln, als in den 80er Jahren mehrere Dämme gebaut wurden. Die alten Entwässerungsgräben - zum Teil erst in den 50er Jahren gezogen - stauten sich auf und führten zu einer langsamen Wiedervernässung der höher gelegenen Torfrücken. Restbestände von hochmoortypischen Pflanzen konnten sich langsam wieder ausbreiten.

Ein Blick über die weite, beinahe strauchlose Hochmoorfläche lässt kaum erahnen, wie groß der Artenreichtum ist. Großflächig breiten sich in den abgegrabenen Senken Spießtorfmoosflächen aus. Immerhin sind hier 13 unterschiedliche Torfmoosarten anzutreffen. Moosbeere und Rosmarienheide sind in den feuchten Bereichen in Verbindung mit Sonnentau, Glockenheide, Scheidenwollgras und Weißen Schnabelried flächig vertreten. Schmalblättriges Wollgras besiedelt die Ränder angestauter Abgrabungen. Sogar auf den höher gelegenen Torfrücken/Bänken sind deutliche Veränderungen in Richtung regenerierendes Hochmoor zu erkennen.

Im Bereich der Freiwasserflächen hat sich eine kleine Lachmöwenkolonie niedergelassen. Neben dem Zwergtaucher findet der seltene Schwarzhalstaucher hier eine Nische. Aus dem angrenzenden Kernbereich des Hochmoores ertönt im Frühjahr der Flötenruf des Brachvogels. Zahlreiche Bekassinen und Krickenten sind weitere Bewohner. Hinzu kommen im gesamten Moorgebiet, einschließlich des Niedermoores mit den angrenzenden Feuchtwiesen noch ein weiteres Dutzend Vogelarten, die teilweise auf der Roten Liste NRW stehen, wie Wasserrallen, Teich- und Bläßrallen, Graugans, Nilgans, Reiherente, Feldschwirl, Rohrammer, Wachtelkönig und Blaukehlchen. Teichrohrsänger schnarren in den umfangreichen Schilfbeständen und sind vom Wanderweg aus gut zu beobachten. 

In den südlich angrenzenden Bruchwäldern horsten Habicht, Wespenbussard und Baumfalke. Mehrere Paare Pirole und Nachtigallen beleben den teilweise undurchdringbaren Randgürtel des Niedermoores. An den größeren Bädertorf-Abgrabungen stellen sich regelmäßig Graureiher und Kormorane ein. Im Frühjahr und Herbst erscheinen Sumpfohreulen als Durchzügler und als Nahrungsgäste, im Zentralbereich des Moores. Anfang Mai eines jeden Jahres geben die Trauerseeschwalben ein kurzes Gastspiel, um nach wenigen Tagen in östliche Regionen weiter zu ziehen. Um die Jahrhundertwende wird noch von Bruten der Trauerseeschwalbe berichtet. 

Der Kreis Minden-Lübbecke ist in Westfalen für seine Störche bekannt. Die extensiv genutzten Feuchtwiesen, im Umfeld des Großen Torfmoores, bieten ausreichend Nahrung zur Aufzucht der Jungstörche. Gelegentlich wird sogar das Hochmoor aufgesucht, insbesondere wenn die Teichfrösche im Juni aktiv sind. Neben dem allerorts beheimateten Teichfrosch ist das Vorkommen des Moorfrosches mit der vermutlich größten Population in Westfalen besonders erwähnenswert. 

Kontakt

Biologische Station Minden-Lübbecke
Nordholz 5
32425 Minden
05704-1677680
www.biostation-ml.de
info@biostation-ml.de

Biologische Station Minden-Lübbecke

Gebiete in der Nähe

Heisterholz

17.2 km
Kammmolch © Frank Grawe

Das Heisterholz ist eines der größten Waldkomplexe mit hohem Laubbaumanteil. Aufmerksame Besucher können hier [...]

Das Heisterholz ist eines der größten Waldkomplexe mit hohem Laubbaumanteil. Aufmerksame Besucher können hier Mittelspecht und Schwarzspecht beobachten. In kleineren Gewässern lebt der Kammmolch.

Weseraue

24.6 km
Störche in der Weseraue © Biologische Station Minden-Lübbecke

Feuchte Niederung mit Wiesen, Weiden und Hochstaudenfluren, die von Kopfweiden und Auengehölzen gesäumt werden, [...]

Feuchte Niederung mit Wiesen, Weiden und Hochstaudenfluren, die von Kopfweiden und Auengehölzen gesäumt werden, bestimmen dieses Vogelschutzgebiet. Außerdem ausgeprägte Ackermarsch und renaturierte Kiesabgrabungen mit Steilufern, Röhrichten und Inseln. Natur mit Weihern, Tümpeln und Flutrinnen sowie die Weser.

Ochsenheide im Winter © Biologische Station Gütersloh-Bielefeld

Das Naturschutzgebiet Ochsenberg ist Teil des FFH-Gebietes Östlicher Teutoburger Wald. Es zeichnet sich durch [...]

Das Naturschutzgebiet Ochsenberg ist Teil des FFH-Gebietes Östlicher Teutoburger Wald. Es zeichnet sich durch ausgedehnte, aus europäischer Sicht sehr schutzwürdige Buchenwälder sowie der arten- und blütenreichen Halbtrockenrasenfläche Ochsenheide aus. Aufgrund seiner Stadtnähe, der direkten Nachbarschaft zum Tierpark Olderdissen und Bauernhausmuseum sowie den vielfältigen Wandermöglichkeiten in einer reizvollen Landschaft gehört es zu den beliebtesten Bielefelder Naherholungsgebieten.

Klosterruine mit Lehrpfad-Tafel © Biologische Station Gütersloh-Bielefeld

Das Naturschutzgebiet "Blömkeberg" liegt auf dem südlichen Plänerkalkzug des Teutoburger Waldes und gehört zum [...]

Das Naturschutzgebiet "Blömkeberg" liegt auf dem südlichen Plänerkalkzug des Teutoburger Waldes und gehört zum FFH-Gebiet "Östlicher Teutoburger Wald". Das Mosaik aus Kalk-Buchenwald, Hecken, Kalk-Magerrasen, Kalkfelsen und Weideflächen bietet vielen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum. Interessant ist dieser stadtnahe Bergzug auch wegen seiner historischen Anlagen. Hierzu gehören die alte Passstrasse von Bielefeld, eine Klosterruine und Wallanlagen. Auch der Galgen von Bielefeld stand hier.

Kammmolch © Frank Grawe

Der Tatenhauser Wald liegt am Südwestrand der Ortslage Halle nordwestlich der Stadt Bielefeld. Die ausgedehnten Eichen- [...]

Der Tatenhauser Wald liegt am Südwestrand der Ortslage Halle nordwestlich der Stadt Bielefeld. Die ausgedehnten Eichen- und Buchenwälder werden von mehreren Bachtälern durchzogen. Das landschaftlich reizvolle Gebiet lädt zu Wanderungen ein und bietet für Insektenfreunde ein besonderes Highlight - das einzige für Nordrhein-Westfalen nachgewiesene Vorkommen des Heldbocks.