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Kultur / Touristik

Kultur

Mittelalterliche Landwehren umgeben das Gebiet (s. Zusätzliche Infos)

Touristik

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02822-931040
www.emmerich.de
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Zusätzliche Infos

Im 13. Jahrhundert bildete der ehemalige Rheinarm der "ward hetere" als Tote Landwehr die Grenze zwischen Herzogtum Kleve und Geldern. Landwehren dienten einerseits als Verteidigungsbauwerk und zugleich der Entwässerung. Die Landwehr in der Hetter gehört zu den ältesten, noch erhaltenen Grenzanlagen Deutschlands und ist als Bodendenkmal ausgewiesen.


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Details

Right

Hetter-Millinger Bruch

Lebensräume Feuchtgrünland
PflanzenartenSumpfdotterblume, Kuckuckslichtnelke, Brennender Hahnenfuß, Großer Hahnenfuß, Seekanne
TierartenUferschnepfe, Bekassine, Kiebitz, Großer Brachvogel
Kleiner FuchsKleiner Fuchs © Jonas Linke

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Das Naturschutzgebiet Hetter-Millinger-Bruch ist eines der wenigen und letzten Paradiese für Uferschnepfen und andere bedrohte Wiesenvögel. Auf den ersten Blick vielleicht ein unscheinbares Grünland, ist sie aber auf den zweiten Blick ein ökologisch sehr wertvolles Feuchtwiesengebiet mit einer großen Bedeutung für viele bedrohte Wiesenvögel und -pflanzen.

Noch bis zur Römerzeit floss ein Rheinarm durch die Hetter, der noch bei Hochwasser regelmäßig Wasser führte. Als der Rheinarm schließlich ganz verlandete, entstand der Hetterbruch. Der Name "Hetter" lässt sich auf die Ansiedlung des germanischen Stammes der Chattuarier oder Hattuarier (später auch Bataver genannt) in der Region um etwa 50 v. Ch zur Zeit des römischen Reiches zurückführen. Um die im frühen Mittelalter gerodeten, fruchtbaren Flussmarschen nachhaltiger landwirtschaftlich nutzen zu können, begannen die Menschen am Niederrhein, schon im 8. Jahrhundert mit Polderungen.

Ein Teil (658 Hektar) der Hetter ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen und erstreckt sich zwischen Emmerich und Rees entlang der niederländischen Grenze. Das Feuchtwiesengebiet ist von landesweiter Bedeutung und Bestandteil des Vogelschutzgebietes Unterer Niederrhein sowie als FFH-Gebiet ausgewiesen.

Von überregionaler Bedeutung sind die Sumpfdotterblumenwiesen im östlichen Großen Hetterbogen, sowie der für NRW einmalige Bestand an Uferschnepfen und das Vorkommen fünf weiterer Wiesenwatvogelarten: Bekassine, Rotschenkel, Großer Brachvogel, Kiebitz und Austernfischer.

Der Große Hetterbogen ist für die Uferschnepfe das wichtigste Brutgebiet in NRW. In diesem Teilbereich sind Maßnahmen zur Optimierung des Lebensraumes der Uferschnepfe im Rahmen eines LIFE-Projektes (www.life-uferschnepfe.de) von den Projektpartnern NABU-Naturschutzstation Niederrhein e.V. und Naturschutzzentrum im Kreis Kleve e.V. durchgeführt. 

Im Millinger Bruch und zum Teil im Kleinen Hetterbogen ist eine strukturreiche Heckenlandschaft mit zahlreichen Kopfbaumreihen erhalten.

Bitte beachten Sie: Der Holländerdeich in Richtung Megchelen wird zeitweilig gesperrt wegen Brutvögel oder rastenden Gänsen.

Kontakt

NABU-Naturschutzstation Niederrhein e.V.
Keekener Str. 12
47533 Kleve
02821-7139880
www.nabu-naturschutzstation.de
info@nabu-naturschutzstation.de

NABU-Naturschutzstation Niederrhein e.V.
Naturschutzzentrum im Kreis Kleve e.V.
Niederstraße 3
46459 Rees-Bienen
028519633-0
www.nz-kleve.de
info@nz-kleve.de

Naturschutzzentrum im Kreis Kleve e.V.

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