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Östlicher Teutoburger Wald (NSG Blömkeberg)

Lebensräume Buchenwald, Halbtrockenrasen, Glatthaferwiese, Kalkfelsen
Pflanzenarten Heide-Segge, Berglauch, Rauher Alant, Feld-Beifuß, Kelch-Steinkraut, Trauben-Gamander, Frühlings-Fingerkraut, Gemeines Sonnenröschen, Rispen-Flockenblume, Nickendes Leimkraut, Violette Sommerwurz
Tierarten Grünspecht, Kleinspecht, Hohltaube, Goldammer, Mauereidechse, Kaisermantel, Schwalbenschwanz, Nierenfleck-Zipfelfalter, Schachbrettfalter, Wespenspinne, Heidegrashüpfer
Übersicht zum Natur- und Kultur-Erlebnisweg Übersicht zum Natur- und Kultur-Erlebnisweg © Biologische Station Gütersloh-Bielefeld

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Das Naturschutzgebiet "Blömkeberg" liegt auf dem südlichen Plänerkalkzug des Teutoburger Waldes. Es gehört zum FFH-Gebiet "Östlicher Teutoburger Wald". Bereits vor 200 Jahren erforschten Botaniker die Pflanzenvielfalt am "Blömkeberg", dessen Name sich von "Blümchen" ableitet. Durch Pflegemaßnahmen und extensive Grünlandbewirtschaftung konnte ein wesentlicher Teil der Arten erhalten werden. Dies zeigt sich besonders in den Magerrasen. Hier kommen noch Feld-Thymian, Nickendes Leimkraut, Tauben-Skabiose, Knolliger Hahnenfuß und als große Besonderheit die in Nordrhein-Westfalen extrem selten gewordene Violette Sommerwurz vor. Augenfällig sind im Sommer Tagfalter wie Kaisermantel, Schachbrettfalter, Nierenfleck-Zipfelfalter und Schwalbenschwanz. Und mit ein bisschen Glück entdeckt man Blindschleichen, Berg-Eidechsen, Wespenspinne oder in den angrenzenden Hecken Goldammern.

Eine Besonderheit ist der felsige Südosthang im "Bielefelder Pass". Er entstand 1985 beim Bau der Stadtautobahn. Dabei wurden Kalkstein- und Mergelschichten aus der Kreidezeit freigelegt, in denen Fossilien der damaligen Meerestierwelt erhalten geblieben sind. Aufgrund der besonderen Standortverhältnisse (dünne Sandauflage über Kalkstein) bietet er seltenen Pflanzenarten wie Heide-Segge, Berglauch, Rauher Alant, Feld-Beifuß, Kelch-Steinkraut, Trauben-Gamander, Frühlings-Fingerkraut, Gemeines Sonnenröschen und Rispen-Flockenblume einen Lebensraum. Leider wurden zusätzlich fremde Arten angesalbt, die eine Florenverfälschung bewirken und heimische Arten verdrängen. Ausgesetzt wurden ebenfalls Mauereidechsen, die im Sommer auf den offenen Felsen gut zu beobachten sind.

Umrahmt wird das Gebiet von Kalk-Buchenwald. In seinem Perlgras-Teppich finden sich Frühblüher wie Leberblümchen, Frühlings-Platterbse und Wald-Gelbstern. Besonders attraktiv sind die Blütenteppiche des Hohlen Lerchensporns und Bärlauches. Zusätzlich bietet der Buchenwald Vogelarten wie Bunt-, Grün- und Kleinspecht sowie Hohltaube eine Heimat.

Interessant ist das Gebiet auch wegen seiner kulturhistorischen Stätten. Am bekanntesten ist die "Klosterruine am Jostberg", eine Wallfahrtskirche der Franziskaner. Auch der Galgen von Bielefeld stand hier und Landwehren und Schanzen zeugen von früheren Belagerungen. In den 1950er Jahren gab es ferner eine Motorradrennstrecke dort, wo heute Schafe weiden. 2012 wurden entlang eines sehr schön verlaufenden Rundweges Lehrpfadtafeln aufgestellt, die über die Sehenswürdigkeiten informieren. 

Kontakt

Biologische Station Gütersloh-Bielefeld e. V.
Niederheide 63
33659 Bielefeld
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